Wir trauern um Prof. Dr. Frank Möbus, der am 10. Juli 2015 nach langer Krankheit verstorben ist.

Frank Möbus war einer der Hauptinitiatoren bei der Gründung und Einrichtung
des Joachim-Ringelnatz-Museums und war jahrelang Vorstandsmitglied der Joachim-Ringelnatz-Stiftung.

Das Museum ist eng mit seinem Namen verbunden und daran werden wir uns immer in Dankbarkeit erinnern.

 

Nachruf Prof. Dr. Frank Möbus


Als Joachim Ringelnatz 1934 starb, kurze Zeit, nachdem die Nationalsozialisten ihm das Arbeiten unmöglich gemacht hatten, war er ein bettelarmer Mann, und zeitlebens ist er in finanzieller Not gewesen.

Bitte, sorgen Sie dafür, daß es der ihm gewidmeten Stiftung besser als ihrem Namenspatron geht.

Wir wären Ihnen sehr dankbar, wenn Sie unsere Arbeit durch eine einmalige Spende oder regelmäßige Zuwendungen auf das Spendenkonto der

 

Joachim-Ringelnatz-Stiftung
bei der Stadtsparkasse Cuxhaven (BLZ 241 500 01), Konto 100 511
IBAN DE 94 2415 0001 0000 100511, BIC BRLADE21CUX

 

unterstützen würden.

Selbstverständlich erhalten Sie eine Spendenbescheinigung von uns: Zuwendungen an die Joachim-Ringelnatz-Stiftung sind steuerlich abzugsfähig.

Unser Pressesprecher und Webmaster

Rainer Genau

ist am 17. September 2008 verstorben.

Das Ringelnatz-Team verliert einen guten Freund und engagierten Mitstreiter.

Für seine jahrelange, ehrenamtliche Tätigkeit danken wir ihm herzlich.

Erika Fischer, Vorsitzende


24_9_08

 

Die Stiftung und ihre Ziele

 

"Dieser unvergleichliche Ringelnatz hat den Stein der Narren entdeckt (welcher, wie wunderbar, dem der Weisen zum Verwechseln ähnlich ist)" - diesen Satz schrieb der große Literaturkritiker Alfred Polgar nieder, um es damit auf den Punkt zu bringen, was das Wesen des Werkes von Joachim Ringelnatz ausmacht.

Als Dichter komischer Verse zählt Ringelnatz noch heute zu den beliebtesten Autoren des 20. Jahrhunderts. Aber zwei wesentliche Dinge sind mittlerweile in Vergessenheit geraten: zum einen, daß er auch viele sehr nachdenkliche, sensible und kritische Texte geschrieben hat, zum anderen - und vor allem - aber, daß er in den zwanziger und frühen dreißiger Jahren auch als Maler gewirkt hat, dessen Werke hochgeschätzt und von bedeutenden Galerien Seite an Seite mit Bildern von beispielsweise Otto Dix, George Grosz und Oskar Kokoschka ausgestellt wurden.

Erst die Ausstellung Ringelnatz! Ein Dichter malt seine Welt (das gleichnamige Begleitbuch mit vielen Abbildungen findet sich im Buchhandel), die in den Jahren 2000/01 in Göttingen, Cuxhaven und im Geburtsort des Künstlers, in Wurzen bei Leipzig, jeweils Besucherrekorde erzielen konnte, hat den Blick des breiten Publikums darauf lenken können, daß das bildkünstlerische Werk von Joachim Ringelnatz es nicht verdient hat, ein Dasein fast unter Ausschluß der Öffentlichkeit zu fristen.

In Cuxhaven, dem Ort, in dem Ringelnatz während des Ersten Weltkriegs als Mariner stationiert war, ist im Sommer 2001 die gemeinnützige Joachim-Ringelnatz-Stiftung gegründet worden (siehe Amtsblatt für den Regierungsbezirk Lüneburg 14/2001, AZ 301.5-11741/212), die sich die Förderung der Sammlung und Pflege des Künstlernachlasses zur Aufgabe gemacht hat, um diesen wissenschaftlich zu betreuen und öffentlich zugänglich zu machen. An der Universität Göttingen unterhält die Stiftung ein kleines, ehrenamtlich betriebenes Büro, das sich um die wissenschaftliche Umsetzung der Satzungsziele kümmert.

Das vielschichtige, qualitätvolle und mitunter sehr überraschende Gesamtwerk von Joachim Ringelnatz wird nun dauerhaft in einem kleinen Museum in Cuxhaven (Südersteinstraße 44) präsentiert, das von der Stiftung betrieben wird. Das Haus wurde von der Stadt Cuxhaven zur Verfügung gestellt; es wird ausschließlich aus Spenden und Stiftungsmitteln finanziert.

Alle Mitglieder der Stiftung arbeiten ehrenamtlich.